großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

Der Bereich für alles, was die Elektrik angeht ... von der LiMa bis zum Rücklicht
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Bob
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großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#1 Beitrag von Bob » Do, 13.06.2019, 23:47

Guten Abend,

wenn ich die Zündung einschalte, fällt die Batteriespannung von 13V auf ca. 5V ab und dementsprechend geht niXS!

Zur Vorgeschichte: Ich hatte ganz am Ende der letzten (sehr langen) Tour plötlzich Zündsaussetzer auf dem rechten Zylinder, sodass sie an der Ampel ausging und ich sie immer auf Drehzahl halten musste. Habe erstmal nichts gemacht und bin eben einfach mal los gefahren, als wäre nichts gewesen. 2km alles gut, dann die selben Symptome. Meine Vermutung war, dass die Zündspule rechts wenn sie warm wird aussetzt. Habe sie also durchgemessen: primär 4,6 Ohm & sekundär 9080 Ohm. (linke Spule: primär 4,7 Ohm & sekundär 8860 Ohm). Habe die Werte für gut befunden und alles wieder angesteckt. Dann die Zündung angemacht, auf den Starter gedrückt und klack - nichts ging mehr. Klang genau wie das Durchbrennen der Sicherung, die ist aber ganz. Was kann denn da noch durchgebrannt sein? Die innognition kann ich ausschließen, da das Problem auch besteht wenn sie komplett abgeklemmt ist.
Habe eine 14 Ah Gel-Batterie, vielleicht hab ich die gehimmelt. Kann mir aber nicht erklären wodurch..
Werde morgen mal eine andere Batterie testen aber würde mich trotzdem schon über Ideen und Gedanken von Euch freuen!

Achja, die Rotor-Schleifbahnen haben 6,8 Ohm untereinander. Ist das ok?

Danke schonmal :)
Viele Grüße
Robin

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#2 Beitrag von zweitopfmopped » Fr, 14.06.2019, 7:33

Servus,

das hört sich für mich auch nach defekter Batterie an.

Ansonsten teste mal deinen Ladestromkreis. (Regler, Gleichrichter etc.)

Der Widerstandswert der Rotorwicklung scheint OK zu sein.
Hast du zum prüfen die Kohlen abgeschraubt? Wenn nicht misst du falsch.

Gruss Dietmar
Ich bin nicht da, bin mich suchen gegangen.
Wenn ich wieder da bin bevor ich zurück komme,
sagt mir, ich soll auf mich warten.

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#3 Beitrag von MiKo » Fr, 14.06.2019, 7:44

Moin,

das hört sich nach einem Kurzschluß "außerhalb" der Sicherung an ...

Auch wenn diese eigentlich "hinter" der Sicherung sind:
- _Alle_ braunen Kabelverbindungen trennen, und einzeln wieder anstecken, um die Ursache einzugrenzen. Währenddessen jeweils messen.

Ansonsten habe ich schon eine falsch verschraubte LiMa-Kohle gesehen, die zum ähnlichen Effekt geführt hat.
Gruß
MiKo

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#4 Beitrag von oliver » Fr, 14.06.2019, 10:06

Hallo Robin,
hatte neulich ähnliches, vor der Ampel ausgegangen, musste ewig kicken bis sie wieder anging. Hatte erst einen Wackler in der Hauptsicherung vermutet. Dann gleiche Symptome wieder und die Batteriespannung gemessen. Aus 12,1 V. Zündung an und sie ging runter auf 3,6V. Da ich schon mehrmals Wasser nachfüllen musste dachte ich dass die Batterie die Ursache sein muss und hab eine neue eingebaut. Problem ist weg. Auch flackert mein Rücklicht bei Standdrehzahl nun nicht mehr. Die Vermutung von Miko verunsichert mich aber nun...
Gruß
Oliver

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#5 Beitrag von Bob » Fr, 14.06.2019, 14:44

Es war tatsächlich die Bakterie! Jetzt muss eine neue her, die Frage ist nur welche. Würdet ihr von Gel-Batterien für die XS eher abraten? Hat ja leider nur 3 Jahre gehalten..
Habe hier auch gelesen, dass statt 14 Ah auch 10 oder 7 genügen, wenn man den E-starter nicht benutzt.. Sollte halt möglichst günstig sein und trotzdem ihre Arbeit zuverlässig machen.. Hat jemand einen heißen Tipp?

Danke für die Hilfe :)
Viele Grüße
Robin

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#6 Beitrag von MiKo » Fr, 14.06.2019, 19:18

Moin,

eine soeben gemachte Erfahrung dazu:

ein Profi- aber "Nicht-XS"-Elektriker hat das gelbe Kabel aus der Mitte der LiMa, auf Masse gelegt, weil er den Sinn dahinter (Verhinderung des Anlasser-Schaltstroms) nicht erkannt hatte.
Resultat: an der Batterie liegen nur knappe 8V an ... da kann man soviele Sicherungen haben wie man will, das geht da komplett dran vorbei ...
Gruß
MiKo

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#7 Beitrag von Jaguarxs » Sa, 15.06.2019, 7:35

Bob hat geschrieben:
Fr, 14.06.2019, 14:44
Hat jemand einen heißen Tipp?
Ich fahre seit Jahrzehnten mit einem Akku wie abgebildet mit ca. 4 Ah(ohne Kicker). Natürlich hält der auch nicht ewig (hm, vielleicht 5-8 Jahre :?: ), bin aber sehr zufrieden. Hat auch im Frühjahr immer noch genug Strom zum Starten, ohne geladen worden zu sein.
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Gruß
Ralf

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#8 Beitrag von Schrauber » Sa, 15.06.2019, 11:43

Die Teile gibt es günstig bis kostenlos bei Wartungsfirmen von Feuermeldeanlagen oder anderen Alarmanlagen.
Dort sind diese Teile als Netzausfallsicherung verbaut und werden turnusmäßig ausgetauscht.
Achtung, Ausgabe 48 des Rüttlers ist erschienen

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#9 Beitrag von hmt » Sa, 15.06.2019, 14:05

Würde eine 2,5AH LiFePo nehmen. https://cs-batteries.de/Lithium-LiFePO4 ... genstecker
Meine XS läuft mit der 1.1AH bis jetzt einwandfrei. Ob der Ladestrom der ori. LiMa zu hoch dafür ist weis ich allerdings nicht.
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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#10 Beitrag von Charlie B. » Mi, 19.06.2019, 22:03

Hi Bob,
hab grad dieses threat gelesen. Hast du schon einen neuen Akku?
Gruß Charlie
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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#11 Beitrag von Bob » Fr, 21.06.2019, 23:34

Hi Charlie
Charlie B. hat geschrieben:
Mi, 19.06.2019, 22:03
Hast du schon einen neuen Akku?
Nein, ich habe erstmal einen Alten genommen den ich noch hatte.. Passt zwar nicht so richtig eins Fach aber zum Testen reichts.. Die Zündaussetzer sind leider immernoch da. Probiere es erstmal mit neuen Kerzen, bevor ich auf große Fehlersuche gehe..

Schönes Wochenende!
Viele Grüße
Robin

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#12 Beitrag von Bob » Sa, 22.06.2019, 15:57

So, die Kerzen waren es leider nicht. Mit neuen Kerzen das selbe Problem: Ein Zylinder verabschiedet sich sporadisch, läuft immer mal wieder mit aber die meiste Zeit läuft nur einer.
Habe folgendes unternommen:
- Neue Kerzren
- Kerzenstecker und Zündspulen durchgemessen -> i.O. (siehe oben)
- Not-Aus-Schalter überbrückt
- Alle Steckerverbindungen im Lampentopf kontrolliert
- Zündeinstellung (INNOGNITION) kontrolliert
- Schwimmerkammern abgenommen, HD und LD kontrolliert, alles frei. Schwimmer freigängig. Ein bisschen Dreck war in den Kammern (grüne Krümel) was mich wundert, da ich kürzlich Benzinfilter eingebaut habe..

Was kann ich noch tun, bevor ich die Versager komplett raus nehme und reinige? Kann ich die innognition selbst am PC testen (Steffi?)
Überlege, die originale Zündung nochmal einzubauen zum Test, aber vielleicht fällt Euch vorher noch was anders ein, was leichter und naheliegender ist?
Wie gesagt, Problem trat urplötzlich am Ende einer langen Tour auf..
Danke mal wieder!
Viele Grüße
Robin

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#13 Beitrag von Georg » Sa, 22.06.2019, 18:23

Was ist mit deinem Lima-Rotor? Hast du den schon einmal durchgemessen? Falls ja wieviel Ohm Widerstand hast du zwischen den Schleifringen?

Georg
Besser zwei 447 und eine 3L1 als niXS
Na gut, die 3L1 ist zur Zeit platt, aber das wird wieder, wenn die zweite 3L1 dann soweit umgebaut ist. :lol:
Und die Zweite 3L1 ist fertig und wird gefahren! :lol: :lol: :lol:

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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#14 Beitrag von Bob » Sa, 22.06.2019, 19:31

yes, 6,8 Ohm zwischen den Ringen..
Viele Grüße
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Re: großer Spannungabfall beim Einschalten der Zündung

#15 Beitrag von oliver » So, 23.06.2019, 14:03

Hallo Robin,
mache den Benzinfilter raus - das sind normalerweise Papierfilter, ich hatte das mal dass die etwas aufquillen und dann zu Problemen führen. Die sind eigentlich für den Betrieb mit Benzinpumpen gemacht.
Gruß
Oliver

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