Motorschaden Laufbuchse

... welches Öl? Warum springt sie nicht an? Wie wechsel ich was? ... Fragen über Fragen ...
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Markant
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Motorschaden Laufbuchse

#1 Beitrag von Markant » Mi, 16.06.2021, 2:16

Moin, ich hatte Sonntag vor zwei Wochen ne kleine Ausfahrt geplant und nach ca. 40 KM is die Kiste bei einer kleinen Pause ausgegangen (nach ca. 2 min im Leerlauf auf Seitenständer).. Öltemperatur war abolut unauffällig.
Hatte sich angehört wie "kein Benzin mehr"beim ausgehen (Tank war halb voll)
Ich hab sie dann wieder versucht anzukicken, ging aber nicht: Fehlzündungen und seltsames Kickstartgefühl: "Da stimmt was nicht" (keine mechanischen Geräusche)
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Mir war irgendwie sofort klar das hier Schaden am Motor vorlag, und ich so auf jeden Fall nicht nach hause komme. Ca. 1h später hat mich ein Bekannter abgeholt, und siehe da, die XS sprang wieder an. Ich habe dann das Risiko genommen und bin wieder zurück richtung Berlin gefahren (wird schon gut gehen) und nach ca. 25km hat es "plöng" gemacht. Ich hab SOFORT die Kupplung gezogen und bin dann an dem Seitenrand der Bundesstraße ausgerollt. Motor war fest. Bin dann die restlichen KM mit dem Bus nach hause gefahren.
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Nach Abholung und Motorausbau hab ich einen Schreck bekommen:
Laufbuchse gerissen. Oben wie unten. Siehe Bilderserie: (Ich hoffe das klappt das ihr die Bilder sehen könnt)

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Zylinderkopf abgemacht und den Staubsauger angesetzt: Kragen der Laufbuchse war komplett loose.

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Den Buchsenkragen konnte ich einfach mit der Hand herausnehmen.

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Meine Vermutung ist folgende:
Die Laufbuchse hat sich gelöst, und der obere Kragen der Laufbuchse ist gerissen (beim ersten ausgehen) und hat den Kolben beschädigt. Nach der Weiterfahrt (nach 60 min warten) war die Laufbuchse und der Zylinder wieder kalt, so daß die Buchse wieder im Zylinder gehalten hat. Als die Temperatur nach ca 20KM wieder anstieg hat der Kolben die Buchse oszilliert und der untere Buchsenrand is gebrochen.
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Ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Es könnte natürlich sein das der Kolbensteg zuerst gebrochen ist, und dann die Buchse im oberen bereich beschädigt hat, aber irgendiwe glaube ich da nicht dran.
Ich habe oft gebrauchte Original Zylinder gesehen bei denen sich die Laufbuchse um ein paar Crad gedreht hat...

Is das ein bekantes Problem? Wie ist eure Meinung hierzu?

Gruß Markus

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kalle
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Re: Motorschaden Laufbuchse

#2 Beitrag von kalle » Mi, 16.06.2021, 7:03

Hi!
Das ist das erste mal das ich solch einen Schaden sehe. Er ist sicher nicht typisch.
Ich hätte da was für Dich:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 4-306-1913
Du solltest aber auf jeden Fall die Kurbelwelle überprüfen und im Rest vom Motor nach Spänen und Bruchstücken schauen.
Auch muß geprüft werden ob der Kopf bzw. Ventile und Sitze den Crash schadlos überstanden haben.
mfg kalle
Was nicht passt, wird passend gemacht!!

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#3 Beitrag von lehni » Mi, 16.06.2021, 7:39

Hallo Marku,
ich hatte so etwas schon mal 1989 bei einem Motor. Damals ist es allerdings zu keinem Schaden gekommen, da die lockere Laufbuchse einen starken Ölverlust an der Kopfdichtung verursacht hat. Die Fa. Kexel hat dann die Laufbuchse auf eigene Kosten eingeklebt, da es beim Schleifen und Hohnen vorher nicht aufgefallen war, weil sich die Laufbuchs nur beim erwärmen locker war, so dass der Schaden für mich nur im Arbeitsaufwand und einer neuen Kopfdichtung bestand.
Gruß
Frank

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#4 Beitrag von Sooty » Mi, 16.06.2021, 8:19

nach ca. 2 min im Leerlauf auf Seitenständer
Hat sicher nichts mit dem akuten Problem zu tun.....aber ich weiß nicht ob das so gut ist.
In einer Zeit in der gewisse Erdenbewohner zu Hochpigmentierten werden,
veganes Mineralwasser verkauft wird...und Urlaub sowie Beauty höher gestellt sind als die öffentliche Gesundheit,
da frag ich mich schon....gehts noch?

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#5 Beitrag von Max » Mi, 16.06.2021, 8:34

Sooty hat geschrieben:
Mi, 16.06.2021, 8:19
nach ca. 2 min im Leerlauf auf Seitenständer
Hat sicher nichts mit dem akuten Problem zu tun.....aber ich weiß nicht ob das so gut ist.
.... das war auch das erste was mir Gedanken machte ...

Aus meiner völligen Ahnungslosigkeit heraus ( hatte noch keinen XS-Motor so weit offen ) keimte in mir die Frage „wo ist dann Öl“ auf .....

Sven (R.I.P.) propagierte schon vor Jahrzehnten ein erhöhtes Standgas, weil sonst zu wenig Öl „unterwegs“ ist. Wie sich das im Zylinderkopf darstellt und ob die Suppe bei „Seitenstand“ nach links abhaut und der rechte Teil des Kopfes ein Temperaturproblem bekommt ?? who knows ....

Wenn ich die Bilder richtig deute, hat es hier die linke Buchse erlegt 😳

Kurbelwelle checken ! Die Ausbrüche aus der Laufbuchse am unteren Rand hat das Pleuel raus geschlagen ...

Ich behaupte das ein Klemmer die Ursache war ... der große „Ausbruch“ am Kolben ist Rußschwarz, d.h. der Motor hat noch eine Weile gelaufen nachdem sich der Riss aufgetan hat .....

? Kolbenring gebrochen und der Rest ist Folgeschade ? ...... Fragen über Fragen ...
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Re: Motorschaden Laufbuchse

#6 Beitrag von Schrauber » Mi, 16.06.2021, 12:41

Die Laufbuchse ist ja bei warmen/heißem Motor immer lose im Zylinderblock.
Die wird nur durch die Pressung Kopfdichtung/Kopf in ihrem Sitz gehalten. Kann jeder mal testen: Zylinder über einem Gasstrahler oder im Backofen erwärmen, und die Buchsen rutschen von alleine raus.
Wenn ich es richtig sehe, ist der obere Kragen der Laufbuchse abgerissen.
Das denke ich war der Auslöser. Danach ist die Buchse der Schwerkraft folgend nach unten gerutscht und der untere Rand wurde vom Pleuel beschädigt.
Nachdem die Buchse weiter unten war, ist der obere Kolbenring am OT aus der Buchse raus und bei der Abwärtsbewegung gebrochen, weil er entspannt nicht mehr in die Buchse zurück konnte.
Dabei ist dann der Feuersteg des Kolben auch teilweise mit abgerissen.
Die 2 Minuten auf dem Seitenständer waren sicher nicht gut, denn die Ölpumpe saugt auf der rechten Seite an. Aber ich glaube nicht, daß deshalb der Kragen der Laufbuchse abgerissen ist.
Ist der Motor vor kurzem überholt worden? Speziell Kolben und frisch gebohrt?

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#7 Beitrag von onkelheri » Mi, 16.06.2021, 12:52

"Das Schweigen des Klemmers" ...

Herzliches Beileid ... aber das kommt sicher nicht von einer Standgaspause wegen der Standgasdrehzahl, sondern wohl eher von nicht abgeführter Stauwärme der vorausgegangen flotten Fahrt... und der Weiteraufheizung im Stand. Luftgekühte Motoren darf man ruhig sofort abstellen. Bei wassergekühlten Motoren ist das "im Stand runterkühlen zur Stauwärmeabfuhr" kein Nachteil...

Wenn es anders wäre bräuchte ich jede Woche einen Motor...

GrußHeri
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Re: Motorschaden Laufbuchse

#8 Beitrag von Twinfan » Mi, 16.06.2021, 15:25

Hallo Markus,
das ist ja übel. Ich sehe den Ölfilter am Seitendeckel, was hast du alles umgebaut?

@Schrauber: Deine Diagnose hört sich schlüssig an, aber warum reißt so ein Kragen ab? Könnte das was mit einem Fresser zu tun haben, wie Max erwähnteß

Gruß
Manni

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#9 Beitrag von Schrauber » Mi, 16.06.2021, 16:29

Tja, das ist die Frage, warum so ein Kragen abreisst. Nach einem heftigen Klemmer schaut das Kolbenhemd eigentlich nicht aus.
Ich tippe eher mal auf einen Riss, der sich über längere Zeit langsam um den Kragen der Laufbuchse gebildet hat.
Denn auf der Bruchfläche liegt viel Ölkohle.

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#10 Beitrag von Markant » Do, 17.06.2021, 15:34

Danke für eure Antworten.

Glück im Unglück: Die Kurbelwelle hat soweit keinen Schaden, und ich konnte 98% der Ausbrüche im Sumpf wiederfinden. Die Ausbrüche waren allesamt quasi heil geblieben, und ich konnte sie wieder in die Buchse puzzeln (um zu sehen wieviel ich noch finden muss). Ich habe nur eine minimale Macke im Zylinderfussbereich des Motors feststellen können.
Das liegt warhscheinlich auch daran das ich geistesgegenwärtig sofort die Kupplung gezogen hatte. Ein Ersatzkopf ist schon bei Twinns-Inn zur überholung.

Weil die Frage aufkam: Ich habe eine große Ölpumpe und den "Ölfilter / Kühler Kit - STD" vom XS-Shop verbaut. Ansonsten war alles Original und hatte eine ca. Laufleistung von 50.000Km. Das Kolbenhemd sieht nach normalen 50.000Km aus, also keine Klemmer/Fresserspuren und keine Kolben-Kippspuren, und selbst die Laufbuchse ansich sieht bis auf die Risse unverdächtig aus. Der hohe Kohleanteil auf dem Kolben/Kolbenbruch ist natürlich schon sehr seltsam, gerade auch weil ich keinerlei mechanischen Geräusche bemerkt habe.

Und ja, ich gebe euch natürlich recht, die XS sollte keine 2 Minuten auf dem Seitenständer laufen. Trotzalledem gehe ich jetzt einfach mal von einer "Materialermüdung" aus.

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#11 Beitrag von onkelheri » Fr, 18.06.2021, 3:33

Markant hat geschrieben:
Do, 17.06.2021, 15:34
Danke für eure Antworten.
...

Und ja, ich gebe euch natürlich recht, die XS sollte keine 2 Minuten auf dem Seitenständer laufen.
... wie gesagt ... kommt bei mir mehrfach vor und bei richtigem Ölstand ist auch die Ölansaugung nicht das Problem.

Materialermüdung nach 50kkm ? Nunja ... wenn dann schon im Materialbereich spekuliert wird: dann kann es auch bei der Zerspanung zum fehlen eines Übergangsradius gekommen sein..
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Re: Motorschaden Laufbuchse

#12 Beitrag von Markant » So, 04.07.2021, 5:22

Hi, ich hab mal mit ein paar Autoleuten gereded, und die Meinung ist recht eindeutig: Es ist absolut unmöglich daß ein Kolbenstegbruch den Buchsenkragen zerlegt. So eine Buchse ist nicht umsont aus Stahl. Die zerlegt es nicht so einfach. Die Buchse sollte im Betrieb auch nicht loose sein. Das Argument von "Schrauber" ist wahrscheinlich nicht haltbar, da ein gleichmäßiges erwärmen aller Motorteile im Fahrbetrieb nicht zutrifft. Allein die Fahr-Kühlung des Alu-Zylinders sollte ausreichend sein um ein verdrehen/lösung der Buchse zu erschweren. Im KFZ bereich haben Buchsen teilweise noch nicht einmal einen Kragen. (es sollte klar sein daß wir hier über einen 50Jahre alten Motor sprechen, und heutige Fertigungstolleranzen weitab von den damaligen sind..)

Das Argument "Materialermüdung" habe ich eigentlich auch nur als "also an mir lags dann wohl nicht" hergezogen. Ich will eigentlich nur auschließen dass ich beim Neuaufabu des Motors nicht irgendwas übersehe welches den selben Fehler wiederholt.

Der 750er von Rüdiger ist schon vormontiert, und ich warte nur noch auf den Zylinderkopf von Twins-Inn..

Gruß Markus

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#13 Beitrag von onkelheri » So, 04.07.2021, 16:06

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Re: Motorschaden Laufbuchse

#14 Beitrag von Joe » Mo, 05.07.2021, 20:02

Ich denke mal der Schrauber liegt schon ganz richtig.
Die Buchsen sind relativ leicht aus dem Block zu bekommen und dafür braucht der nicht glühend heiß sein. 😉 120 Grad im Backofen reichen voll aus. Und glaub mir, der wird im wärmer.
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Re: Motorschaden Laufbuchse

#15 Beitrag von Armin » Di, 06.07.2021, 11:44

Markant hat geschrieben:
So, 04.07.2021, 5:22
Es ist absolut unmöglich daß ein Kolbenstegbruch den Buchsenkragen zerlegt.
Naja, wie ich Schrauber verstanden habe hat nicht der Kolbenstegbruch den Buchsenkragen zerlegt sonder ....
Schrauber hat geschrieben:
Mi, 16.06.2021, 12:41
....ist der obere Kragen der Laufbuchse abgerissen.
... die Buchse der Schwerkraft folgend nach unten gerutscht
... ist der obere Kolbenring am OT aus der Buchse raus und bei der Abwärtsbewegung gebrochen, weil er entspannt nicht mehr in die Buchse zurück konnte.
... dann der Feuersteg des Kolben auch teilweise mit abgerissen.
Die Reihenfolge ist ne andere!

Du hast doch bestimmt noch die relevanten Bruchteile, führ doch einfach mal ne vergleichende Messung durch, Einstichtiefen für die Kragen auf beiden Seiten vs. Kragenstärke beider Buchsen.
Sollte hier auf der defekten Seite der Kragen dünner als der Einstich tief sein und somit in sich nicht maßhaltig ist m. E. zumindest die Voraussetzung zu diesem Ablauf gegeben. Denn dann könnte die, im heißen Zustand, lose Buchse in Abhängigkeit von der jeweiligen Drehzahl nach oben und unten bewegt worden sein, was auf Dauer einen Ermüdungsbruch nach sich zieht.
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