Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

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DirkS
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Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#1 Beitrag von DirkS » Sa, 03.07.2021, 18:53

Moin zusammen,

meines Erachtens sollte sich das mit 2 Normlagern, einem Innenring und 2 Distanzbuchsen relativ problemlos verwirklichen lassen. Das ergäbe dann eine anständige Lagerung des Kupplungskorbes und nicht mehr solch einen Wackelkandidaten wie im Original.

Gruß
Dirk

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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#2 Beitrag von Steffi » Sa, 03.07.2021, 21:00

So notwendig wie ein Chropf :? :twisted:
Langweilig? :? :?
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DirkS
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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#3 Beitrag von DirkS » Sa, 03.07.2021, 21:32

Konstruktive Kritik wäre schön gewesen. :roll:

Da darf man ja glücklicherweise geteilter Meinung sein. Die originale Lagerung ist für mich eine Zumutung. Wenn man 2 Zahnräder mit solch einer "Präzision" laufen lässt, kann man es im Grunde auch gleich lassen.
Jede Riementransmission ist genauer und würde bei dieser Präzision nach 3 Umdrehungen den Riemen abwerfen....
Da war Suzuki bei den 2-Taktern, die ich fahre, schon Jahre vorher weit präziser.... Und das funktioniert perfekt.
Langeweile? Nö. Aber wenn ich da schon ran gehe, kann ich auch mal versuchen, es richtig zu machen, wenn meine Frau schon unbedingt 4-Takter fahren muss :mrgreen:
Du hast ja deine Sachen auch nicht aus Langeweile gebaut, oder doch? Die sind übrigens großenteils im Moped meiner Frau verbaut und ich finde sie richtig gut :D

Gruß Dirk

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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#4 Beitrag von schraubix » Sa, 03.07.2021, 22:49

Hey Dirk
versuchs doch mit einem Kupplungskorb der TX 750. Da sind Nadellager drin. Nur die Hülsen passen nicht bei der XS und das Zahnrad hinter dem Korb (Pumpenantrieb) müsste weg. Alles Andere am Kupplungskorb ist identisch.
Bei den späteren TXen findet man dann auch Bronzelager. Ich denke mal, da hat Mama Yamaha angefangen zu sparen. Vielleicht hatte es auch andere Gründe die mir nicht bekannt sind. Ich fahre beide Arten von Kupplungen und
es funktionieren beide. Nach meinen Erfahrungen, ist bei einer gut funktionierenden Kupplung entscheidend, wie dick das Scheibenpaket ist. Bei dieser Auswahl von Reibscheiben kann man sich leicht ein Packet von 21mm zusammenstellen.
Falls du einen TX Kuppl.korb suchst gib Bescheid.
Gruss
schraubix

DirkS
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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#5 Beitrag von DirkS » So, 04.07.2021, 9:46

Moin,

danke für das Angebot, aber ich werde den originalen Korb nehmen. Da muss nur die Lagerbuchse raus und die Nadellager rein, dann ist der Korb fertig. Dazu noch 2 Distanzringe drehen, dann kann ich die Geschichte einbauen. Der Aufwand sollte sich in sehr geringen Grenzen halten.

Da machen die benötigten Pressdorne fast mehr Arbeit als der Rest. :D

Gruß
Dirk

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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#6 Beitrag von Steffi » So, 04.07.2021, 11:22

Hi Dirk
Sorry, haste recht, das war nicht konstruktiv, Asche auf mein Haupt. :smackbottom:
Ist mir so raus gerutscht weil du an einem Ort nachbessern willst, wo es (fast) nichts nachzubessern gibt.
Wälz- oder Gleitlager ist die Frage. Beiden Systeme haben wie immer Vor- und Nachteile.
Beim Kupplungskorb gibt es zu 99.9% der Zeit keine Drehbewegung, das Lager steht. Es tritt nur eine Stützlast auf.
Hier ist ein Wälzlager denkbar ungünstig, weil sich die Wälzkörper nicht drehen und eine dynamische Last immer auf der gleichen Stelle aufkommt.
Haben Wälzlager gar nicht gerne :wink:
Zudem haben auch Wälzlager in dieser Grösse eine Lagerluft von ca. 3/100. Also gleich viel wie Gleitlager.
Zudem ist es am Ölkreislauf angeschlossen.
Die Gleitlagerhülse einfach durch Nadeln zu ersetze ist eine ganz schlechte Idee. Weder im Zahnrad noch auf der Hülse ist die Oberfläche von einer Güte, die ein Nadellager aushalten würde.
So ein Lager wäre viel schneller verschlissen als ein Gleitlager.

Also, wenn du was verbessern willst dann mach eine neue Hülse, welche das Spiel im Gleitlager auf 2/100 reduziert.
Dann hast du eine langlebige gute Lösung.
Meine Erfahrung mit diesem Lager ist so, dass es bei ca. 10 XSen mit 350'000 bis 540'000km noch nie ein Grund gab, irgendwas am Lager aus zu tauschen.

Griesli aus Helvetien, Steffi
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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#7 Beitrag von DirkS » So, 04.07.2021, 15:16

Moin Steffi,

das ist grundsätzlich richtig, was du schreibst. Aaaaber

- ich käme nicht auf die Idee, die Buchse durch einen Nadelkranz zu ersetzen. Das kann nicht funktionieren.
- ich würde zwei Nadelhülsen 37x30x12 und einen Innenring 25x30x26,5 einsetzen. Dann ist die Materialpaarung im Lager gegeben.

Die Situation mit dem meist statisch belasteten Lager ist grundsätzlich richtig, hier aber irrelevant, weil bei eingerückter Kupplung die Belastung des Lagers nahe Null ist und die Nadeln bei jedem Schaltvorgang wieder "umgerührt" werden.
Der Hauptvorteil ist die saubere Positionierung des Zahnrades. So wie die im Original laufen, kann das für die Zahnräder nicht gesund sein.

Ich werde das mal probieren. Wenn es nichts taugt, kommt die originale Buchse wieder rein, ich ändere ja nichts an den Originalteilen. Kostet mich also Maximal die gut 20€ für die Lager, eine Deckeldichtung und etwas Arbeit.

Gruß
Dirk

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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#8 Beitrag von Steffi » So, 04.07.2021, 17:52

DirkS hat geschrieben:
So, 04.07.2021, 15:16
Die Situation mit dem meist statisch belasteten Lager ist grundsätzlich richtig, hier aber irrelevant, weil bei eingerückter Kupplung die Belastung des Lagers nahe Null ist
Das stimmt natürlich nicht, weil sich das volle Drehmoment des Zahnrades auf die stehenden Wälzkörper abstützt, und das dauernd.
Wenn das Lager dreht, also bei ausgerückter Kupplung, ist die Belastung nahe null, weil kein Drehmoment übertragen wird.

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Re: Hat schon mal jemand die Kupplung auf Nadellager umgebaut?

#9 Beitrag von DirkS » So, 04.07.2021, 19:57

Denkfehler, hast Recht!

Gruß
Dirk

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