Gummiaufhängung

es gibt mittlerweile einige technologische Verbesserungen, die uns XSsern das Leben erleichtern
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R.Wolters
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Gummiaufhängung

#1 Beitrag von R.Wolters » Do, 12.09.2019, 10:01

Auf der Fahrt vom EuroGespanntreffen zurück nach Mülheim war mir ja die Schraube der unteren Motorbefestigung gebrochen. Die dadurch sehr starken Vibrationen haben mich auf die Idee gebracht, ob man den ganzen Motor nicht in Gummi aufhängen kann.
Hat das damals bei Norton funktioniert? Sind nicht bei den Buell Motorrädern die Motoren auch in Gummi gelagert?
Hat das schon mal jemand mit unserem Motor probiert? Ist das Krad anschließend noch fahrbar? Wie könnte man die untere Aufhängung mit Schwingungsdämpfern gestalten?
Vielleicht habt Ihr ja Ideen dazu? Also raus damit :D
Grüße, Rüdiger aus MH

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Re: Gummiaufhängung

#2 Beitrag von onkelheri » Do, 12.09.2019, 10:25

Hallo Rüdiger,

neu ist die Idee ja nicht und es hat wohl diverse Versuche gegeben ... bei 4rädrigen Fahrzeugen und verschiedensten Arbeitgeräten klappt das "enkoppeln" der Motorschwingungen ja auch. Du musst hat nur den Platz für die Silentblöcke finden. Allerdings vermutlich zum Preis der Fahrwerksstabilität, weil der Motor dort ja als "Verbindungselement" eingespannt wird. Wenn man diese Kräfte nicht mittels "Ersatzträger" auffängt, hast du zwar weniger Vibrationen aber auch mehr Pudding im Gebälk ...

Gruß heri
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Re: Gummiaufhängung

#3 Beitrag von R.Wolters » Do, 12.09.2019, 13:00

neu ist die Idee ja nicht und es hat wohl diverse Versuche gegeben .
so? unter den XSlern? Solltest Du da wirklich jemanden kennen, bitte per PN eine Nachricht.
Das Norton, Buell, Harley, Simson und viele mehr das haben, weiß ich ja. Ich will aber das Rad nicht neu erfinden, deshalb frage ich nach Erfahrungen unter den XSlern.

Bei meinen Gespannen spielt der Motor als tragendes Teil eine eher untergeordnete Rolle. Zudem könnten zusätzliche Traversen unterstützen. Fraglich ist für mich, ob überhaupt eine signifikante Veränderung des Fahrverhaltens bei einer Solomaschine eintreten würde. Die zahlreichen Fahrwerksunterschiede zwischen xs1/2 TX und 447 zeigen doch, dass auch die Rahmen von den frühen Modellen fahrbar sind. Teilweise fahren die XSler damit doch sogar lieber, als mit ner 447.

Überall wo Halteplatten verbaut sind, sehe ich keine Probleme Schwingungselemente zu verbauen. Bei der unteren langen Schraube, die durch Rahmen und Motor geht, habe ich noch keinen Plan.
Vor allen Dingen; was ist mit der Antriebskette, wenn sich der Motor z.B. seitlich verdreht?
Grüße, Rüdiger aus MH

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Re: Gummiaufhängung

#4 Beitrag von Twinfan » Do, 12.09.2019, 16:36

Hallo Rüdiger,

ich kann dir nicht folgen. Warum baust du nicht einfach eine Stange mit höherer Festigkeit ein, wie in dem anderen Fred vorgeschlagen und gut ist es. Wenn dich die Vibrationen stören, solltest du vielleicht lieber einen Vierzylinder einbauen, oder Lenker, Fußrasten und Sitzbank dämpfen. :idea:

Gruß
Manni

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Re: Gummiaufhängung

#5 Beitrag von onkelheri » Do, 12.09.2019, 20:58

Üm die Kettenflucht würde ich mir nur dann Sorgen machen wenn du den Motor NUR in eine Schwingrichtung in die Silentblöcke hängst, Rüdiger.

Gruß Heri
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Re: Gummiaufhängung

#6 Beitrag von R.Wolters » Fr, 13.09.2019, 9:55

@Manni,
Du vergisst, das ich Rentner bin. Da habe ich Zeit, etwas auszuprobieren um zu testen, was überhaupt geht. Einfache Lösungen mache ich dann, wenn ich alt bin :D
Es geht nicht um die untere Stange, die ist hochwertig schon lange ersetzt, es geht darum, möglichst viele Vibrationen, die so ein 850er mit Langhubwelle nun mal macht, vom Rahmen fern zu halten.
oder Lenker, Fußrasten und Sitzbank dämpfen.
Genau damit hätte ich nicht das getan, worauf es mir ankommt. Manche bauen einen 270° Versatz, ich würde es mal mit Gummiaufhängung versuchen.
Grüße, Rüdiger aus MH

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Re: Gummiaufhängung

#7 Beitrag von fastgerdi » Fr, 13.09.2019, 12:59

Mit der Norton Aufhängung hat das Lagern in Silentblöcken wenig zu tun. Die Isolastic teilt ja den Rahmen in zwei Teile und damit waren ja die Norton Commandos mit der Isolastic Aufhängung nicht so der Bringer vom Fahrgefühl.
Was ich aus Erfahrung sagen kann, ist der Unterschied von der Z100A2 mit starr verschraubten Motor auf die GPZ1100B2 mit Silentblöcken verschraubter Motor. Die A2 war für eine zeitgenössische Japanerin mit einem sehr guten Fahrwerk ausgestattet. Nadelgelagerte Schwinge, stabiler Rahmen, mit Koni Dämpfern und Pirellireifen tadelloses Hochgeschwindigkeitsverhalten und gute Straßenlage in Kurven. Bei der GPZ mit selben Genen und sogar verstärktem Rahmen war das Wackeln wieder da. Auch mit guten Federelementen und Reifen. Da der einzige feststellbare Unterschied (Na gut mehr Leistung hatte sie auch) die Motorlagerung in Silentblöcken war, gab ich immer denen die Schuld.
Gegen die feinen Vibrationen des rollengelagerten Kawamotors haben die Gummilager aber sehr geholfen.

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Re: Gummiaufhängung

#8 Beitrag von onkelheri » Fr, 13.09.2019, 13:26

Silentblöcke wirken nur optimal in einem stabilen Rahmen ... beim Auto deutlich erkennbar.

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Re: Gummiaufhängung

#9 Beitrag von Schrauber » Fr, 13.09.2019, 14:03

Ich weiß, daß Tony Hall in England mal eine oder sogar eine Kleinserie von XSsen mit Isolastic Fahrwerk gebaut hat.
Leider finde ich beim Googlen nichts mehr davon.
Tony ist schon vor einigen Jahren gestorben, und mit ihm die Firma.
Ich hatte damals sogar einen Katalog mit ein paar Fotos dieser Maschine.
Aber wie das so ist, irgendwann entsorgt man sowas wahrscheinlich
Nachtrag:
Wie die Erinnerung täuschen kann.
Tony ist bereits im Juli 2004 gestorben.
Entweder vergisst sogar Google nach 15 Jahren, oder (eher wahrscheinlich) esstand über diese Maschine noch garnichts im Netz.

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Re: Gummiaufhängung

#10 Beitrag von onkelheri » Fr, 13.09.2019, 15:15

In Motorrad online ist mit isolastic ein Artikel zu finden der dann die Norton behandelt...
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Re: Gummiaufhängung

#11 Beitrag von Stefan 57 » Fr, 13.09.2019, 21:04

Vom Commando Entwicklungsteam ist einer (Bob Trigg) zu Yamaha gegangen und baute zwei XS 650 Isoelastic Prototypen. Keine Weiterentwicklung.
Bob Trigg blieb bei Yamaha Europe als Chef Produktplanung und Vorentwicklung. (Gemäss Klassik Motorrad 5 / 2017)

Gruss Stefan

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Re: Gummiaufhängung

#12 Beitrag von R.Wolters » Sa, 14.09.2019, 10:13

Das sind ja schon mal gute Nachrichten, dass bei Yamaha auch schon darüber nachgedacht wurde.
Keine Weiterentwicklung.
Jetzt müsste man noch herausfinden, ob die Fertigung zu teuer war, oder ob der gewünschte Effekt nicht erreicht wurde. Wenn letzteres, dann brauch ich wohl erst gar nicht zu beginnen.
@ Fastgerdi Danke für den Einblick in die Nortontechnik!
Grüße, Rüdiger aus MH

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Re: Gummiaufhängung

#13 Beitrag von MiKo » Sa, 14.09.2019, 21:08

R.Wolters hat geschrieben:
Sa, 14.09.2019, 10:13
Wenn letzteres, dann brauch ich wohl erst gar nicht zu beginnen.
als Laie auf dem Gebiet würde ich so denken:
"eine starre Schraubverbindung, deren Lockerung zu negativen Einflüssen führt, kann nicht zielführend durch eine "halbfeste" ersetzt werden " ... aber das unterscheidet mich vielleicht von denen, die nach dem Motto "ich mache es mal, obwohl die anderen sagen, es geht nicht" handeln.
Gruß
MiKo

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Re: Gummiaufhängung

#14 Beitrag von onkelheri » Sa, 14.09.2019, 23:52

Nunja Miko,

Du weißt doch wieviele immer noch mit dem Dreirad oben auf der Rutsche stünden...

Mit nem schicken Flacheisen und 4knt Rohr nen Rahmenverbinder gebrutzelt auf den dann der Motorträgerrahmen gummigelagert!

Gruß

Heri
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Re: Gummiaufhängung

#15 Beitrag von R.Wolters » So, 15.09.2019, 0:35

Mit nem schicken Flacheisen und 4knt Rohr nen Rahmenverbinder gebrutzelt auf den dann der Motorträgerrahmen gummigelagert!
Ich glaube, so stellt sich klein Fritzchen das Raumfahrtprogramm vor.
Beschreib doch mal bitte, wie Du Dir die Lösung mit der langen Schraube zwischen den beiden Unterzügen vorstellst.
Grüße, Rüdiger aus MH

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